Wie eine Eiswaffel User Experience erklärt

Durch eine Eiswaffel schnell User Experience erklärt.

 

Dieser kurze Artikel richtet sich an alle diejenigen, die den Zusammenhang zwischen Usability und User Experience noch einmal auf spielerische Art und Weise erzählt bekommen wollen.

Stellen Sie sich vor, an einem heißen Samstagmittag freuen Sie sich und Ihr Partner auf ein leckeres Eis. An der nächsten Ecke erblicken Sie ein recht vernünftig ausschauendes  Eiscafé. Sie lassen sich Ihren Lieblingsbecher aus einer gewünschten Anzahl von normalen Kugeln zusammenstellen. Und irgendwie denken Sie sich: „Mhh.. das ist schon etwas langweilig, immer das Gleiche, nichts Neues… da könnte man noch mehr draus machen…“. Nun fragt die nette Eisbedienung, ob Sie vielleicht Sahne, Früchte, Nüsse, verschiedene leckere Soßen, Waffeln möchten. „Wow, denken Sie sich, das klingt lecker“. Sie treffen Ihre Auswahl. Und als Überraschung steckt die nette Bedienung noch ein leuchtendes Schirmchen auf den Eisbecher. „Wow..Wow..Wow“, denken Sie sich zum wiederholtesten Male, jetzt sieht er richtig lecker aus, mein Eisbecher.

Sie stellen schnell fest, dass Ihr Partner ebenfalls begeistert ist, jedoch eine komplett andere Kombination von Eissorten und Früchten gewählt hat.

Nun, was lässt sich aus dieser kurzen Geschichte ableiten?

Eine Analyse:

Das Eiscafé ist gleichbedeutend mit einer Agentur/ eine Firma, die zum Beispiel signalisiert: „Wir können komplizierte Dinge in klare Sprache übersetzen und verständlich machen“. Das spricht Sie als Kunde/Nutzer an. Das Produkt der Firma ist von vornherein sehr hochwertig. Das heißt, das Eis ist schon mal richtig lecker. Zudem werden die Produkte in Ihrem Ganzen an die Bedürfnisse der „Nutzer“ angeglichen. Für das Eiscafé heißt dies, dass Sie als Kunde/Nutzer Eis in einer Waffel, in einem Becher oder im Glas erhalten können. Sie können eine bis vielleicht zehn Kugeln bestellen und das auch noch in allen möglichen Sorten. Wir nennen dies „Usability“. Wenn ein Produkt nutzerzentriert auf die Anforderungen des Nutzers zugeschnitten ist und vom Nutzer als  effektiv, effizient und zufriedenstellend erlebt wird.

Darüber hinaus bietet das Eiscafé noch einen Mehrwert, nämlich, dass es das Eis durch Zusatzelemente verschönert und somit interessanter macht. Durch Sahnehäubchen, Schirmchen, Streusel und viele anderen Möglichkeiten kann das Eis aufgewertet werden und den Kunden/Nutzer positiv emotional erreichen. Diese Tatsache, ein Produkt mit „Sahne, Streusel und anderen positiven Überraschungselementen“ zu bestücken, wollen wir „User Experience“ nennen.

Wichtig erachte ich das Fazit.

Ohne Eis, keine Experience. Soll heißen, dass die Sahne ohne Eis wenig Sinn macht. Jedoch das Eis ohne Sahne durchaus auch funktionieren kann. Die Usability kommt immer als erstes. Nur auf dieser Grundlage lässt sich eine erweiterte motivationale Erfahrung durch Zusatzelemente und Überraschungseffekte aufbauen.