Usability: Ein Appell

Unser Gedanke von Usability

Usability: Ein Appell 

  • „Das Rot muss etwas stärker zur Geltung kommen und außerdem gefällt mir die animierte Navigation nicht. Das ist keine gute Usability“! Kennen Sie das? Und außerdem, was ist schon eine „gute“ Usability? Schon das Wort „gut“, was heißt das? Genau darum geht es in diesen kurzem Beitrag. Der Gedanke von „guter“ Usability.

    Erstens, Usability kann nie „gut“ sein. Entweder eine Anwendung hat es oder eben nicht. Genauer gesagt, eine Anwendung wird von Ihren Nutzern „effektiv, effizient und zufriedenstellend“ benutzt oder eben auch nicht. Und zweitens, ob eine Anwendung „effektiv, effizient und zufriedenstellend“ von Ihren Nutzern benutzt werden kann, bestimmen nicht Sie. Sie können es bestenfalls herausfinden und dazu beitragen.

    Und genau dieser Schritt, die Nutzer überhaupt besser kennen lernen zu wollen, ist nicht ganz so einfach. Besonders in den oberen Etagen wissen die Herrschaften meistens am besten Bescheid. Sie bestimmen die „Usability“ einfach selbst. In manchen Fällen mag das funktionieren. Besonders wenn Usability Experten sich an renommierten und verifizierten Zielkriterien widmen und diese gekonnt umsetzen können (wie zum Beispiel die DIN EN 9241, DIN EN 60601-1-6, ISO 14915, VDI/VDE 3850). Schon das Anwenden von rein analytischen Methoden und das damit verbundene Anwenden von vorhandene Normen und Zielkriterien sind daher sehr hilfreich, um einen Einstieg in seine eigene Problematik zu bekommen. Die Rede ist hier nur von einem Einstieg.

    In vielen Bereichen legen Manager und Funktionäre den ersten Fokus auf ein einheitliches und anmutendes Design. Denn schließlich ist das Design das erste Licht am Horizont, was vom Nutzer wahrgenommen wird. Das Design ist jedoch viel mehr. Durch das Design der Oberflächen (Interface) kommunizieren die Entwickler ihr konzeptuelles Modell an den Nutzer.

    Die Grundlage für ein „leuchtendes“ Design kann nur die Empirie liefern. Denn Usability ist immer kontextabhängig. Das bedeutet zwangsläufig, dass wir es immer mit anderen Nutzergruppen zu tun haben. Etliche Autoren, wie Herczeg, Dahm, Richter & Flückiger, verweisen auf eine nutzerzentrierte Entwicklung (siehe auch ISO 9241-210).

    Beherzigen Sie den Gedanken, dass, wenn Sie Usability wirklich wollen, wollen Sie Fragen stellen, die nicht nur Sie alleine beantworten können.

  • Usability und der Weg zum Design

    Grundbasis für Usability

    Autor:
    Fred Fischer
    Usability Engineer
    Dipl. Komm.Psych. (FH)